Hannover. Seit Oktober 2024 verzeichnet die Polizei Hannover einen Anstieg an Trickbetrügen in der hannoverschen Innenstadt. Insbesondere eine Masche fiel letztmalig 17-mal auf. Vermeintliche Touristen gaukeln dabei Probleme bei der Bargeldabhebung vor, versprechen eine Sofortüberweisung als Ausgleich und erlangten so mehrere tausend Euro.
Nach bisherigen Erkenntnissen des Polizeikommissariats Hannover-Mitte kam es zuletzt am 31. März am Ernst-August-Platz zu einem solchen Fall. Ein bislang unbekannter Täter sprach eine 22-Jährige an, die zu Fuß auf dem Ernst-August-Platz unterwegs war. Er gab sich als Tourist aus und schilderte Probleme bei der Bargeldabhebung an einem Geldautomaten zu haben. Die junge Hannoveranerin ließ sich zu einer Bargeldabhebung überreden mit der Abmachung, dass eine Sofortüberweisung per Online-Banking als Ausgleich für das Bargeld vorgenommen werden würde. Trotz vermeintlich gezeigtem Nachweis auf seinem Mobiltelefon, dass die Überweisung erfolgt ist, konnte die 22-Jährige im Nachgang keinen Zahlungseingang auf ihrem Konto feststellen. Durch den Trickbetrug ergaunerte sich der Täter einen mittleren dreistelligen Betrag.
Der unbekannte Täter wird als ca. 180cm groß und von kräftiger Statur beschrieben. Er trug dunkelblonde, kurze Haare und sprach Englisch.
Der Polizei Hannover liegen Erkenntnisse vor, dass es sich um ein bundesweit auftretendes Phänomen handelt, dass vornehmlich in belebten Innenstädten, an Bahnhöfen, belebten Raststätten und in Einkaufszentren stattfindet.
Trotz Hilfsbereitschaft wird eher dazu geraten die geschilderte Notsituation kritisch zu hinterfragen und sich nicht unter Druck setzen zu lassen.
Tatsächlich in Not geratene Menschen aus dem Ausland sollten sich an die für sie zuständige diplomatische Vertretung wenden oder ihre Hausbank kontaktieren.
Geschädigten wird empfohlen unmittelbar nach Bemerken der Tat den Notruf zu wählen.