Hemmingen / Berlin.
Nichts weniger als der Sieg sollte das Ziel der Rollstuhlbasketballer der KGS Hemmingen sein. Eine ambitionierte Aussage von Schülerseite, die nicht unerwartet war. Das Team reiste mit den Jugendnationalspielern Alexander Budde und Anna-Lena Hennig von der KGS Hemmingen sowie Marcel Wilkening, Lukas Karsten, Kevin Wutzek und Felix Hansing, die im Rahmen des paralympischen Wettbewerbs auch andere Schulen im Umkreis besuchen dürfen, zu den diesjährigen nationalen Entscheid im Rahmen des Bundesfinale von "Jugend trainiert für Olympia und Jugend trainiert für Paralympics". Bereits in der Vorrunde fielen die Ergebnisse gegen die Ländervertretung aus Rheinland-Pfalz mit 22:4 und gegen Mecklenburg- Vorpommern mit 14:4 sehr eindeutig aus. Lediglich das letzte Vorrundenspiel gegen die LVR Anna – Freud - Köln aus Nordrhein-Westfalen war ein gefühltes „Kleines Endspiel“.
Die Kölner spielten sich in der ersten Hälfte trotz akzeptabler "Defence" mit 7:0 in Führung. Die Gruppenführung vermochte man schon verloren. Nach einer letzten Auszeit ihrer Betreuer Wiebke Drath und Philipp Küster begann allerdings eine Aufholjagd der besonderen Art. Jeder Angriff konnte in den letzten fünf Minuten abgewehrt werden und am Ende hieß es 8:7 für die Hemminger.
Das Halbfinale gewann das Team wieder klar gegen Baden–Württemberg mit 25:7, sodass sie am Ende im Finale wieder gegen die Vertreter aus Köln standen.
Ein spannendes Finale mit ungewissem Ausgang stand dem Team aus Niedersachsen bevor. Dieses Mal zeigten die Spieler allerdings absolutes "Teamwork" und wussten ihre Qualitäten klar zu nutzen. So polarisierte Alex so manches Mal gleich mehrere Gegenspieler, sodass die wurfsicheren Mitspieler die Überzahl geschickt nutzen konnten. Am Ende siegten die Hemminger mit 20:9 und gewannen somit das Bundesfinale 2017.