Barsinghausen. Das Gebäudewirtschaftsamt der Stadt Barsinghausen und Erster Stadtrat Stefan Zeidler haben zum Jahresanfang alle Feuerwehrhäuser besucht, um sich mit den Feuerwehrleuten einen Überblick über den Zustand der Gerätehäuser zu machen. Nun steht die Kommune vor einer langen Liste an Sanierungs- und Ausbesserungsarbeiten.
„Bei den Terminen ist gemeinsam mit dem zuständigen Mitarbeiter aus dem Gebäudewirtschaftsamt und den jeweiligen Ortsbrandmeistern oder deren Stellvertretungen eine Liste mit allen wesentlichen Maßnahmen in und an sowie rund um die Feuerwehrgerätehäuser erstellt worden“, erklärt der Erste Stadtrat auf Nachfrage von Con-nect.de, „Diese Zusammenstellung umfasst mehrere Dutzend Einzelmaßnahmen.“
Dazu gehören unter anderem sogenannte Schönheitsreparaturen nach Wasserschäden, die Reparaturen von defekten Beleuchtungen und kleineren Fassadenausbesserungen über Dachdeckerarbeiten zur Befestigung von Dachziegeln und der Reparatur von Dachrinnen bis hin zum Ersatz abgängiger Heizungen. Außerdem stehen auf der Liste auch der Austausch von Hallentoren, Abdichtungen von Fahrzeughallen und der Einbau von Abgasabsauganlagen. „Insbesondere die Themen Tore und Abgasabsauganlagen sind weit fortgeschritten in der Bearbeitung. Ein weiterer Punkt auf der Liste ist die Prüfung von gendergerechten Umkleidekabinen“, so Zeidler.
Im Kern handelt es sich um Instandhaltungsmaßnahmen, die in den zurückliegenden Jahren aufgelaufen sind. Daneben umfasst die Liste aber auch Pflasterarbeiten und Arbeiten an Außengeländen. „Diese sind zwar nicht zwingend für den Dienstbetrieb notwendig, gleichwohl erachten wir sie als wichtig. Positiv ist bei all den genannten Maßnahmen, dass wir davon ausgehen, dass alle Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können.“
Zeidler rechnet mit einem Gesamtbetrag im mittleren sechsstelligen Bereich, wobei eine konkrete Summe noch nicht beziffert werden kann, da einzelne Maßnahmen noch nicht abschließend betrachtet worden sind. Parallel dazu werden die Maßnahmen auch auf ihre Wirtschaftlichkeit beziehungsweise eine möglichst wirtschaftliche Umsetzung geprüft. Angesichts des geschätzten Betrages werden für einzelne Maßnahmen außerdem Beschlüsse durch den Verwaltungsausschuss oder den Rat notwendig.
Ziel der Verwaltung ist es, die Instandhaltungsmaßnahmen bis Ende 2026 abzuschließend. „Wir sind zuversichtlich, diesen Plan umsetzen zu können, sofern es nicht zu personellen Engpässen oder Verzögerungen bei den beauftragten Unternehmen kommt oder neue schwerwiegende Mängel bei den Instandhaltungsmaßnahmen festgestellt werden. Nach derzeitigem Stand gehen wird jedoch nicht davon aus, dass es dazu kommen wird“, zeigt sich der Erste Stadtrat zuversichtlich.
Durch dieses Sanierungsprogramm soll letztendlich der Instandhaltungsstau der vergangenen Jahre abgebaut werden. Dies setzt zugleich voraus, dass neue Mängel zügig erfasst und bearbeitet werden. „Der Verwaltung ist sich der Herausforderung bewusst, dass die Liste dadurch quasi nie leer sein wird. Wir sind aber davon überzeugt, dass dieser Weg der richtige Weg ist, zumal das Aussitzen und Hinausschieben von Instandhaltungsmaßnahmen in den meisten Fällen zu deutlich höheren Kosten führen“, so Erster Stadtrat Stefan Zeidler abschließend.