Springe/Pattensen. Im Rahmen der polizeilichen Kriminalstatistik 2024 hat die Polizeidirektion Springe, zuständig für Springe und Pattensen, aktuelle Zahlen vorgestellt, die einen Überblick über die Sicherheitslage geben. Mit insgesamt 1.716 Straftaten im Jahr 2024 wurde ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (1.749 Straftaten) verzeichnet.
Rohheitsdelikte und häusliche Gewalt
Die Rohheitsdelikte, die Körperverletzungen und ähnliche Vergehen umfassen, sind mit 278 (2024) Fällen auf einem stabilen Niveau, wobei die Aufklärungsquote stabil bei 89,93 % liegt. In den Vorjahren lagen die Werte noch bei 352 (2023) und 324 (2022).
In der Kategorie der häuslichen Gewalt zeigt sich, dass die Fallzahlen 2024 bei 116 liegen. In den Vorjahren bei 138 (2023) und 105 (2022). Die Häusliche Gewalt ist im Vergleich zum Vorjahr zwar gesunken, laut Polizei stellt sie aber weiterhin einen Schwerpunkt polizeilicher Arbeit dar, ebenso die Unterstützung der Opfer.
Diebstahl und Straßenkriminalität
Im Bereich Diebstahl stiegen die Fallzahlen, vor allem im Segment Fahrrad- und Taschendiebstähle. Die Aufklärungsquote bei Fahrraddiebstahl konnte um 19,61 Prozent gesteigert werden. Wohnungs- und Einbruchdiebstähle bewegen sich im Durchschnittswert (32 in 2024 und 31 in 2023). Die Straßenkriminalität hat ebenfalls zugenommen (371 in 2024 und 317 in 2023), wobei die Aufklärungsquote bei diesen Delikten von 22,08 Prozent im Jahr 2023 auf 23,99 Prozent im Jahr 2024 anstieg. Ursache sind auch hier die gestiegenen Fahrraddiebstähle und Taschendiebstähle.
Vermögens- und Fälschungsdelikte rückläufig
Im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte stiegen die Fallzahlen von 215 (2023) auf 249 (2024). Die Aufklärungsquote sank von 78,14 Prozent (2023) auf 68,27 Prozent (2024). Laut Polizei sank die Aufklärungsquote vor allem beim Waren(kredit-)betrug und beim Computerbetrug.
Betäubungsmittelkriminalität und Jugenddelinquenz
Die Betäubungsmittelkriminalität hat stark abgenommen (56 in 2024, 120 in 2023 und 107 in 2022), was teilweise auf die Legalisierung von Cannabis zurückzuführen ist. Die Aufklärungsquote bleibt hoch (96,43 Prozent), was die erfolgreichen Maßnahmen der Polizei zeigt. Im Bereich der Jugenddelinquenz gibt es keine signifikanten Schwerpunkte (z.B Jugendbanden, oder besonders belastete Orte). Die Fallzahlen sind rückläufig (843 in 2024, 985 in 2023 und 884 in 2022), was als positiver Trend von der Polizei gewertet wird.
Straftaten gegen Polizeivollzugsbeamte
Ein weiterer erfreulicher Punkt ist der Rückgang der Straftaten gegen Polizeivollzugsbeamte (PVB). Im Jahr 2024 wurden keine Gewaltdelikte in diesem Zusammenhang gemeldet, was ein positives Zeichen für das Verhältnis zwischen Polizei und Bevölkerung darstellt.
Fazit
Die Kriminalitätsstatistik 2024 in Springe bietet ein differenziertes Bild. Während die Gesamtzahl der Straftaten leicht gesunken ist, erfordert das steigende Problem von Diebstählen und der rückläufigen Aufklärungsquote in einigen Bereichen weiterhin Aufmerksamkeit. Die Polizei betont die Wichtigkeit von Präventionsmaßnahmen und der engen Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft, um die Sicherheit in der Stadt nachhaltig zu fördern.