Barsinghausen.
Gleich drei Preisträger gibt es in diesem Jahr für die Auszeichnung „Barsinghäuser Hirsch“. Die drei Personen und Gruppen mit den meisten Punkten lagen so eng beieinander, dass die Jury entschied, das Preisgeld von 2.000 Euro aufzuteilen. 1.000 Euro gehen an Mariam Refahri (33 Punkte). Die 17-Jährige Afghanin kam 2013 nach Deutschland und besucht seit dem Sommer die Lisa-Tetzner-Schule. Sie hat die deutsche Sprache schnell gelernt und nutzt ihre Sprachkenntnisse nun, um zu dolmetschen. Nicht nur bei kulturellen Veranstaltungen ist sie aktiv, sie hat unter anderem auch ein Video gedreht, in dem sie auf Farsi die deutsche Mülltrennung erklärt.
Mit 500 Euro wird das erfolgreiche Projekt „Senioren lernen von Schülern“ am Hannah-Arendt-Gymnasium bedacht (28 Punkte). Die Schülerinnen und Schüler schulen Senioren am PC, Tablet und Smartphone unter der Leitung von Jochen Franke, Lehrer am Hannah-Arendt-Gymnasium (HAG). Die Seminarreihe wird durch das Freiwilligenzentrum Barsinghausen (FZB) bereits seit 2010 (damals noch als einmalige Veranstaltung getragen. Seitdem haben im Rahmen von 20 Kursen 294 ältere Menschen teilgenommen und wurden von über 300 jungen Menschen geschult.
Ebenfalls 500 Euro gibt es für die AG „Colourful“ am HAG (25 Punkte). Die AG wird ausschließlich von Schülerinnen und Schülern organisiert, ist Anlaufstelle für all diejenigen, denen geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung wichtige Themen sind und sorgt für Aufklärung unter den Mitschülerinnen und Mitschülern. Zur Zeit haben sie zum Beispiel Info-Stellwänden in der Pausenhalle aufgebaut und stellen dort Grundwerte unserer Gesellschaft wie Freiheit, Akzeptanz, Toleranz und Menschenwürde in den Fokus. Auf Initiative dieser AG gibt es am HAG übrigens die erste „Toilette für alle“ in Barsinghausen.
Insgesamt waren fünf Vorschläge für den „Barsinghäuser Hirsch“ eingereicht worden. Die Preisübergabe wird in Kürze stattfinden.
Bereits seit 34 Jahren wird mit dem Barsinghäuser Hirsch der herausragende, gemeinnützige Einsatz von Barsinghäuser Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen in den Bereichen soziales Engagement, kulturelles Engagement oder Zivilcourage geehrt. Neben einzelnen Personen aus Barsinghausen bis maximal 25 Jahren können auch Barsinghäuser Gruppen nominiert werden, die einen Altersdurchschnitt von 25 Jahren nicht überschreiten. Bisher wurde der Preis 26 Mal vergeben.