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Wie Abwasser künftig Häuser wärmt – Avacon Natur stellen Piloten in Hannover vor

v.l.: Nadine Otto, Geschäftsführerin Gundlach Bau und Immobilien, Torsten Hausmann, Geschäftsführer Avacon Natur. Quelle: Avacon.

Hannover. Ein zukunftsweisendes Wärmekonzept für nachhaltiges Wohnen: Das Bau- und Immobilienunternehmen Gundlach und Avacon Natur realisieren in der Wohnanlage "südstadt.leben" erstmals in Hannover eine innovative Energieversorgung, die fossile Ressourcen schont und CO₂-Emissionen signifikant reduziert. Durch die effiziente Nutzung von Abwärme aus Abwasser entsteht eine platzsparende und natürlich CO₂-neutrale Wärmeversorgung für für 32 Eigentumswohnungen und elf sozial geförderte Mietwohnungen mit insgesamt rund 3.000 m² Wohnfläche. Die Nutzung von Abwasser als Wärmequelle stellt eine besonders innovative Lösung dar, da sie eine kontinuierlich verfügbare und regenerierbare Energiequelle erschließt, die bisher nur vereinzelt für Wohnquartiere genutzt wurde.

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Für die Wohnungen in der Dieterichsstraße 33A, B und C wird Wärme aus dem nahe gelegenen Abwasserkanal in der Marienstraße gewonnen. Dazu wird in die Sohle des Kanals der Stadtentwässerung Hannover ein Abwasserwärmetauscher integriert, der die Wärme des durchfließenden Abwassers aufnimmt. Diese Wärme wird dann über ein Rohrleitungssystem zu den beiden Sole-Wasser-Wärmepumpen im Keller der Wohnanlage transportiert und dort weiter erwärmt. Das erwärmte Wasser wird schließlich zur Beheizung der Wohnungen und zur Warmwasserbereitung genutzt.

Gundlach und Avacon Natur setzen dabei auf eine ganzheitliche Energieversorgung der Wohnanlage. Neben der nachhaltigen Wärmeversorgung installiert Avacon Natur eine Photovoltaikanlage auf den Dächern der Wohngebäude, die nachhaltigen Bewohnerstrom produziert. Zusätzlich werden alle Stellplätze in der Tiefgarage mit Ladesäulen ausgestattet, um den Bewohnerinnen und Bewohnern eine komfortable Möglichkeit zur Nutzung von Elektrofahrzeugen zu bieten.

„Die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung ist eine der größten Herausforderungen auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft“, erklärt Torsten Hausmann, Geschäftsführer von Avacon Natur. „Mit diesem Projekt zeigen wir, dass lokale und innovative Wärmelösungen der Schlüssel sind, um diesen Wandel voranzutreiben. Es unterstreicht aber auch, dass die Wärmeversorgung nicht isoliert, sondern als Teil eines umfassenden nachhaltigen Energiekonzepts betrachtet werden sollte. Durch diesen ganzheitlichen Ansatz und die Kombination von Abwärmenutzung, Wärmepumpentechnologie und Photovoltaik leisten wir nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der CO₂-Emissionen, sondern zeigen auch, wie nachhaltige Energieversorgung in der Praxis erfolgreich umgesetzt werden kann“.

Auch für Gundlach steht die Verantwortung für nachhaltige Wohnkonzepte im Mittelpunkt. „Die Kooperation mit Avacon Natur ermöglicht es uns, unseren Bewohnerinnen und Bewohnern nicht nur eine sichere und komfortable Wärmeversorgung zu bieten, sondern gleichzeitig einen besonderen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, betont Gundlach-Geschäftsführerin Nadine Otto. „Dieses Projekt zeigt, dass ökologische Verantwortung und Wohnqualität Hand in Hand gehen können. Mit der Kombination aus nachhaltiger Wärmeversorgung, Bewohnerstrom und Ladeinfrastruktur leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Erreichung der Klimaschutzziele und setzen wichtige Komponenten für nachhaltiges Wohnen um. “

Mit dem Bau der Wärmeinfrastruktur soll in der zweiten Jahreshälfte 2025 begonnen werden. Bereits Ende 2026 sollen die ersten Kundinnen und Kunden in der Dieterichsstraße 33A, B und C mit umweltfreundlicher Wärme versorgt werden.

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